Studienfahrt Auschwitz 2018

Der Holocaust ist ein Teil der deutschen Geschichte. Um sich mit dieser schrecklichen Zeit, insbesondere mit den Verbrechen der Nationalsozialisten in den Konzentrationslagern auseinander zu setzen, fuhren wir mit den Zehntklässlern des Emil von Behring Gymnasiums aus Spardorf vom 8.01.18 bis zum 13.01.18 nach Oświęcim in Polen.

Montag 8.01.2018
Nach einer über 10 stündigen Fahrt kamen wir in der Jugendbegegnungsstätte Auschwitz an und bezogen nach einem polnischen Abendessen unsere Zimmer.

Das Eingangstor des Stammlagers Auschwitz mit der zynischen Überschrift „Arbeit macht frei“

Dienstag 9.01.2018
Heute besuchten wir das KZ Stammlager Auschwitz und wurden in zwei Gruppen über das Gelände geführt.
Die ehemaligen Baracken wurden zu Ausstellungsräumen „umfunktioniert“, in denen die Lebensbedingungen der Häftlinge und individuelle Schicksale mit Hilfe von Bildern und persönlichen Gegenständen der Insassen aufgezeigt wurden. Beispielsweise wurden Koffer, Schuhe, Brillen, Bilder und Haare ausgestellt, um die Enteignung und die Entwürdigung der Menschen zu verdeutlichen.
Nach dem Mittagessen haben wir in Kleingruppen einzelne Themen, die mit dem KZ Auschwitz zusammenhängen, bearbeitet und unsere Ergebnisse auf Plakaten festgehalten.

Der Turm des Eingangstors von Birkenau

Mittwoch 10.01.2018

Heute Morgen sind wir mit dem Bus in das Außenlager Auschwitz II – Birkenau gefahren, wo wir erneut eine Führung über das Gelände und durch das Innere der ehemaligen Baracken erhielten. Um uns die enorme Größe des Lagers aufzuzeigen, starteten wir die Führung auf dem Turm des berühmten Eingangstors von Birkenau. Neben den Ruinen der Krematorien besuchten wir auch das große Mahnmal auf dem Gelände, welches den ermordeten Häftlingen von Birkenau aber auch allen anderen Opfern des Holocaust gewidmet ist.

Am Nachmittag arbeiteten wir weiter in unseren Gruppen an den Plakaten.

In Vorbereitung auf den nächsten Tag schauten wir am Abend alle zusammen den Film „Schindlers Liste“.

 

Krakau bei Nacht

 

Donnerstag 11.01.2018

Heute sind wir nach circa einer Stunde Busfahrt in Krakau angekommen, wo wir eine Ausstellung in der ehemaligen Fabrik von Oskar Schindler besuchten. Anschließend besichtigten wir die Wawel-Kathedrale, den dazugehörigen Glockenturm und die Gruft mit den Särgen der polnischen Könige.

Am Abend hatten wir Zeit uns die schöne Innenstadt von Krakau anzuschauen und Essen zu gehen.

 

Freitag 12.01.2018

Ein Plakat zum Thema „Liebe im KZ“

Am Morgen besuchte ein Teil der Gruppe die Länderausstellung im Stammlager, während der andere Teil seine Plakate fertig stellte. Nach dem Mittagessen hatten wir die einmalige Möglichkeit  ein Zeitzeugengespräch mit dem Auschwitz Überlebenden Herr Dlugoborski zu führen und seine persönliche Geschichte zu erfahren. Der 92-Jährige war damals ein polnischer, politischer Häftling im KZ-Birkenau, in das er im Mai 1943 deportiert wurde. Im Zuge des Gesprächs zeigte er uns seine tätowierte Nummer und am Schluss war er offen für Fragen. Durch diese persönliche Geschichte wurde uns erneut die Grausamkeit der Nationalsozialisten und ihr brutaler Umgang mit den Häftlingen in den Konzentrationslagern vor Augen geführt. Abschließend stellten die einzelnen Gruppen ihr Plakate vor, welche in Spardorf und anschließend in Eckental ausgestellt werden.

 

Samstag 13.01.2018

Der Ort Oświęcim

Als Abschluss unserer Studienfahrt wurden wir heute noch durch den Ort Oświęcim und anschließend durch das jüdische Museum Oświęcim geführt. Dann traten wir unsere Heimreise an. In dieser Woche erfuhren wir nicht nur etwas über Konzentrationslager, sondern lernten auch die polnische Kultur und neue Freunde aus Spardorf kennen.