P-Seminar : Mit dem Rad von Freiburg nach Besançon unterwegs

Am Dienstag den 17.07.2018 hat das P-Seminar Französisch, nach einem ganzen Schuljahr Planung, endlich die „große“ Reise angetreten. Gegen 14 Uhr starteten wir mit dem Bus, nachdem unsere Räder verladen waren, zu unserem Startort nach Freiburg. Die Vorfreude und Aufregung war jedermann anzusehen. Doch schon nach kurzer Zeit wurde die Stimmung aufgrund eines mehrstündigen Staus deutlich getrübt. Nach über sechs Stunden Fahrt kamen wir an unserer Unterkunft an und beeilten uns mit dem Bezug der Zimmer, um schnellstmöglich Abendessen gehen zu können. Nach einem gemütlichen Abend war dann bereits der erste Tag unseres Abenteuers vorüber.

Am Mittwoch früh gegen 7.30 Uhr begann die Radtour dann richtig. Von Freiburg ging es erst über die Innenstadt und anschließend über diverse Radwege und Dörfer in die rund 75 Km entfernte Stadt Mulhouse in Frankreich. Die Route war im Großen und Ganzen angenehm, auch wenn es sich durch die Innenstadt von Freiburg durchaus als kompliziert erwies und aufgrund des Straßenverkehrs von uns Radfahrer besondere Vorsicht gefordert war. Die anschließende Weiterfahrt auf den Rad- und Feldwegen verlief für alle reibungslos. In Neuenburg machten wir unsere Mittagspause und ruhten uns für ca. eine Stunde aus, bevor es zum Endspurt bis zum Zielort kam. Nach einer Fahrtdauer von ca. 7 Stunden (plus Mittagspause und Trinkpausen) erreichten wir die für diese Nacht reservierte Unterkunft im Zentrum der Stadt. Nach der Ankunft in Mulhouse konnten wir die großzügigen Apartments beziehen und uns in aller Ruhe frisch machen, bevor es dann zum täglichen Kulturellen Programmpunkt kam. In Mulhouse war hierfür die Kathedrale „Temple Saint-Étienne“ vorgesehen, die man am Marktplatz, zwischen wunderschönen alten Gebäuden, in der Altstadt findet. Zum Abschluss des Tages hatten wir noch ein wenig Freizeit, um die restliche Innenstadt auf eigene Faust zu erkunden.

Am Donnerstag führte uns unsere zweite Etappe über 60 Kilometer von Mulhouse nach Montbéliard im Département Doubs. Nach einem ausgiebigem Frühstück in einer Bäckerei im Stadtzentrum begann die Tour und wir fuhren bei sonnigem Wetter nahezu ausschließlich auf dem sehr ebenen EuroVélo 6 entlang des Flusses Doubs. Als wir die Hälfte der Route bereits geschafft hatten, kehrten wir mittags kurz in einem Supermarkt in Dannemarie ein, sodass wir anschließend gestärkt auch die zweiten 30 Kilometer der Strecke fahren konnten. Am Ziel erwartete uns als kulturelle Sehenswürdigkeit die Chocolaterie Eric Vergne. Nach einer Führung durch den Herstellungsraum bot sich die Möglichkeit, alle der Pralinen nach Herzenslust zu probieren: Von Klassikern wie Noisette- oder Marzipanpralinen über fruchtige Aprikosen- oder Himbeertaler bis hin zu verblüffenden Kombinationen mit Séchuanpfeffer war alles dabei – und alles schmeckte hervorragend! Nach diesem Besuch und dem Check-In in unserer Unterkunft hatten wir den restlichen Nachmittag zur freien Verfügung. Die Freizeit nutzten manche zum Besichtigen oder Bummeln in der Stadt, einige zum Chillen oder Schlafen, andere zum Besuchen des Stadions und einer Trainingseinheit des lokalen Profiteams FC Sochaux-Montbéliard. Am Abend trafen wir uns in der Brasserie du Théâtre und genossen dort die vorzügliche Pizza und andere mediterrane Gerichte. Nach dem Essen fuhren wir zurück ins Hotel und fielen dort nach einem anstrengenden, aber auch sehr schönen Tag erschöpft ins Bett.

Am Freitag startet wir in ausgeschlafen von Montbéliard ins 60km entfernte Baume-les-Dames. Die Strecke führte uns erneut entlang des Doubs durch verschiedene Dörfer und beeindruckende Landschaften. Gegen Mittag hielten wir in dem Ort Clerval für eine Pause an, wo es dann Komplikationen mit einem platten Reifen gab. Insgesamt war die Strecke relativ hügelig und das bei satten 30°. Spätnachmittags kamen wir in unserer Unterkunft  an und besichtigten das historische Stadtzentrum von Baume-les-Dames. Insgesamt hatten wir bei dieser Unterkunft etwas Peck. Zwar lag sie direkt am Fluss, aber auch den zahlreichen Spinnen schien es dort gut zu gefallen. Allerdings hat uns das nicht davon abgehalten, zusammen mit den Lehrern einen gemütlichen Abend zu verbringen.

 Nachdem wir in der Jugendherberge in Baume-les-Dames gefrühstückt hatten, wollten wir uns um 08:30 in Richtung Besançon auf den Weg machen. Jedoch wurden wir durch eine Reifenpanne um eine halbe Stunde aufgehalten. Von da an radelten wir ca. 15 km bis kurz vor Deluz, um uns an einem idyllischen Platz zu stärken. Im Anschluss machten wir uns auf, die 25 letzten Kilometer zu bestreiten. 10 km vor Besançon lächelte uns ein Imbiss neben der Strecke an, da unsere Mägen vom eher knapp ausgefallenen Frühstück noch hungrig waren. Frisch gestärkt setzten wir anschließend unsere Tour entlang des Doubs fort und erreichten Besançon um 12:45. Nachdem wir am Zielort eingetroffen waren, wollten wir unser Gepäck im Hotel abladen. Dies kostete uns aber noch eine geschlagene Stunde, da uns das Navi quer durch die Stadt und die Banlieue-Viertel zur noch 10 km entfernten Unterkunft lotste. Nachdem sich alle frischgemacht hatten, nahmen wir die Trambahn, um ins Stadtzentrum zu gelangen. Von da an begann eine ausgiebige und erfolgreiche Shoppingtour. Mal wieder hungrig trafen wir uns um 19:30 in einer Pizzeria, in der wir den Abend gemütlich ausklingen ließen. Gesättigt und erschöpft machten wir uns auf den Rückweg, um uns zeitnah schlafen zu legen. Erholt und ausgeschlafen machten wir uns am nächsten Morgen nach dem Frühstück auf zum kulturellen Programmpunkt, der Zitadelle von Besançon, von der aus wir einen atemberaubenden Ausblick über die ganze Stadt genießen konnten. Dort verbrachten wir die letzten Stunden unseres Projekts Radtour durch Frankreich und konnten dieses sehr zufrieden mit der Rückfahrt mit dem Bus nach Deutschland beenden.

Insgesamt war die mehrtägige Radtour durch Frankreich eine tolle Erfahrung, die keiner von uns missen möchte!

Das P-Seminar „Mit dem Rad in Frankreich unterwegs“