Amtseinführung

Amtseinführung von OStD Eichelsbacher als Schulleiter des Gymnasiums Eckental 

Mitten drin und down to earth

Am 15. November 2018 wird Herr Eichelsbacher, der seit dem Schuljahr 2016/17 die Funktion des ständigen Stellvertreters am Gymnasium Eckental übernommen hatte, offiziell zum Schulleiter ernannt.

Frau Rimpp, langjährige Mitarbeiterin der Schulleitung, übernimmt die Begrüßung und führt durch das Programm, eine Mischung aus Reden von Funktionsträgern und musikalisch- lyrischen Beiträgen. Die musikalischen Einlagen wurden von Herrn Eichelsbacher ganz bewusst ausgewählt und stehen in einem persönlich Bezug, den man fast als ,,Soundtrack des Lebens‘‘ bezeichnen könnte, zu dem sich aber sicher noch das eine oder andere Lied gesellen wird. Eine gewisse Affinität zum Rock’n Roll der 70er Jahre lässt sich dabei nicht verleugnen, auch nicht die Vorliebe für lyrisch wertvolle Songtexte. Eine Ausnahme und gleichwohl besonders hervorzuheben gilt der Poetry-Slam Vortrag der Oberstufenschülerin Sara Denndorf, welche im Zuge von Herrn Eichelsbachers W-Seminar ,,Popoesie / Lyrics oder Lyric?“ einen bemerkenswerten Beitrag mit dem Titel ,,Wenn unser Leben eine Zeichnung wäre‘‘ verfasste und nun nochmals vortrug. Ein Kerngedanke dieses Textes: ,,Wenn man einen Traum hat, sollte man ihm folgen‘‘.

Als Auftakt spricht der Ministerialbeauftragte, Herr Ltd. OStD Rohde und beginnt mit der Frage, was denn einen Schulleiter ausmachen würde. Bevor er darauf eingeht, skizziert er die besonderen Herausforderungen im Zeichen des neuen G9s mit den vielfältigen Möglichkeiten bei der Umsetzung des Lehrplans durch die Schulgemeinschaft.  Gerade hier wird die Fähigkeit, eine Schule zu leiten statt nur zu führen maßgeblich sein und dabei sowohl Schüler als Lehrer bei ihrer individuellen Entwicklung zu begleiten, nicht ohne entscheidende Impulse zu setzen. So gilt es, die bereits durch das Wirken der vorherigen Schulleiter sehr gut strukturierte und organisierte Schule zum Wohle der Schulfamilie weiterzuführen und daran besteht für Herrn Rhode kein Zweifel. Auf die Liederauswahl geht der Ministerialbeauftragte augenzwinkernd ebenfalls ein. ,,Forever young‘‘ wäre demnach eine ziemlich optimistische Zukunftsprognose für einen Schulleiter.

Landrat Tritthart, der mit einigen Kreisräten und Verwaltungsmitarbeitern zur Veranstaltung kam, bekräftigte die Wichtigkeit von und Bereitschaft zu Investitionen in die neu ernannte  Bildungsregion Erlangen-Höchstadt. Bei aussichtsreichen Projekten ,,werde es nicht am Geld scheitern‘‘, so der Landrat. Anschließend übergibt er Herrn Eichelsbacher eine Sammlung mit Sinnsprüchen.

In ihren Grußworten hebt die Bürgermeisterin Frau Dölle das facettenreiche musische Angebot des Gymnasiums hervor, welches das kulturelle Leben Eckentals bereichert und zur ,,Herausbildung des Gymnasiums zu einer renommierten Bildungsanstalt‘‘ beigetragen hat. Musikalischer Bildungs-Gleichklang wurde dann mit den Geschenken von Frau Dölle für die Herrn Tritthart und Eichelsbacher intoniert. Es handelte sich dabei um Fahrradklingeln, welche für ein rhythmisch recht harmonisches Klingelintermezzo instrumentalisiert wurden.

Beste Wünsche für eine gute Zusammenarbeit folgten von Vertretern des Elternbeirats und  Fördervereins, zusammen mit einem Geschenk, das den Wunsch nach einer guten und langen Zusammenarbeit ganz augenscheinlich machte. Eine recht kleinwüchsige Pflanze mit geringer Aussicht auf Wachstum wurde überreicht, damit Geschichte sich nicht zu schnell wiederholt. So soll Herr Arnet seinerzeit prophezeit haben: ,,Wenn die Pflanze die Decke erreicht, höre ich auf.‘‘

Die Tatsache, dass Herr Eichelsbacher wirklich mitten im Schulleben des Gymnasiums Eckental angekommen ist, zeigte sich auch in den Worten des Schülersprechers Maxim Ebner, der  recht beschwingt und ,,erleichtert‘‘ dem neuen Schulleiter ein schon nach kurzer Zeit ,,super Verhältnis‘‘ zu Schülern und ganz konkret zur SMV attestiert. Maxim überreichte eine Krawatte mit SMV-Logo zur Bekräftigung der Corporate Identity.

Frau Jungeblodt, die Vorsitzende des Personalrats, stellt sich in ihrer Rede die Frage, wohin die Reise gehen soll – von Modus 21 zu 22 – und deutet damit auf die zahlreichen Reformansätze, mit welchen die Schulfamilie in den letzten Jahren konfrontiert wurde. Dabei müsse sich gar nicht allzu viel ändern, in einer gut aufgestellten Schule mit einem neuen Schulleiter, der schon als Stellvertreter mit beiden Beinen in der Mitte des Kollegiums angekommen ist.

Abschluss und Höhepunkt der Amtseinführung bildet die Rede des frisch gebackenen OStD Eichelsbacher. Dabei erinnert er sich an seine erste Schuljahresanfangskonferenz als Schulleiter zu Beginn dieses Schuljahres (2018/19) und an die aufmunternden Worte seines Abrisskalenders, welcher ihn am Morgen mit den Worten ,,Wenn nicht du, wer dann?‘‘ begrüßte. Worte, ganz im Stile seiner einstigen Begründung, weshalb er zwei Jahre vorher vom Gymnasium Lauf, wo er sich ,,pudelwohl‘‘ gefühlt und in zahlreichen Funktionen bis hin zum Mitarbeiter der Schulleitung gewirkt hatte, den Wechsel wagte: ,,Wenn nicht jetzt, wann dann?‘‘.

Ausschlaggebend war dabei allerdings vor allem sein ,,Bauchgefühl‘‘ gegenüber dem Gymeck und seiner damaligen Schulleitung. Die Chemie stimmte einfach von Anfang an, das betraf insbesondere das Verhältnis zu Herrn Arnet, den er gerne als Vorbild annahm, um das Handwerkszeug der Schulleitung von der Pike auf zu lernen. Keiner wäre da besser geeignet gewesen als einer, der wirklich ,,alles weiß‘‘ und dank seiner großen Erfahrung mit allen Wassern gewaschen ist. Ein ,,echter Fuchs‘‘ eben. Für die Zusammenarbeit mit und Förderung durch Herrn Arnet ist Herr Eichelsbacherr sehr dankbar. Gleichwohl gilt dies in hohem Maße auch für alle bisherigen Schulleiter, die seine Karriere begleiteten und sämtlich zur Amtseinführung eingeladen waren.

Im Verlauf der Rede skizziert Herr Eichelsbacher auch seine pädagogischen Grundüberzeugungen. Die Schlüsselfunktion an einer Schule hat der Schulleiter, daran besteht kein Zweifel. Aber Höchstleistung ist nur im Team möglich, und dieses besteht aus der gesamten Schulfamilie. Im Zentrum dieser Familie stehen die Schüler, die einen ohnehin schnell ,,down to earth‘‘ bringen. Jeden einzelnen als Persönlichkeit zu erfassen, individuell zu fördern und zu leiten ist das Ziel, welches nicht aus den Augen verloren werden darf, um aufgeklärte und kritische digital Natives durch verantwortliche Erziehung in die Gesellschaft zu führen.

Abschließend richtet Herr Eichelsbacher sehr persönliche Worte an Freunde und Familie.

Seine Rede endet mit einem Zitat, welches ganz deutlich zeigt, dass Herr Eichelsbacher seine Bestimmung wohl gefunden hat.

,,Nie ist das menschliche Gemüt heiterer gestimmt, als wenn es seine richtige Arbeit gefunden hat‘‘

 Wilhelm von Humboldt

 P. Schmeling