„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“

Handball-Schulmannschaft der Mädchen wird Bayerischer Meister

Am 12. März fand in Günzburg das Bayernfinale Handball des Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ statt, und erstmals war auch ein Team vom GymEck dabei: Die Mädchen III (Jahrgänge 2011 – 13) hatten sich nach drei überstandenen Runden dafür qualifiziert, und ihre Reise sollte noch nicht zu Ende sein.

Der Reihe nach: Im ersten Spiel, dem Regionalentscheid, wartete mit der Realschule Feucht gleich ein harter Brocken, der jedoch mit 32:24 letztlich recht deutlich bezwungen werden konnte. Die Herausforderungen wurden anschließend nicht geringer, denn beim Bezirksfinale musste das GymEck gegen die „Berlin-Fahrer“ der letzten beiden Jahre antreten. Doch auch diese Aufgabe wurde gemeistert, und die souveränen Siege gegen das gastgebende Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Oberasbach (18:12) und das Sigmund-Schuckert-Gymnasium Nürnberg (19:11) deuteten an, dass in diesem Jahr viel möglich sein wird. Zudem wurde das Gymnasium Hilpoltstein mit 22:3 geschlagen.

Ein besonderes Highlight wartete in der nächsten Runde, denn der mittelfränkische Meister (und damit das GymEck) war als Ausrichter für das nordbayerische Qualifikationsturnier zum Landesfinale bestimmt worden. Dieses wurde in der Gründlachhalle in Heroldsberg ausgetragen, und zahlreiche Zuschauer sorgten für eine großartige Stimmung. Herzlichen Dank an dieser Stelle an die Grundschule Heroldsberg und an die Handball-Abteilung des Tuspo Heroldsberg für die hervorragende Kooperation! Zum Sportlichen: Mit einer sehr konzentrierten Leistung gelang ein 19:10-Sieg gegen das Herzog-Christian-August-Gymnasium Sulzbach-Rosenberg, bevor es gegen den stärksten Kontrahenten, das Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg, ging. In einem wahren Krimi konnten die Unterfränkinnen mit 10:9 niedergerungen werden, womit die Qualifikation für das bayerische Endspiel schon erreicht war. Das abschließende 21:3 gegen die Staatliche Realschule Helmbrechts hatte nur noch statistischen Wert.

Es ging also nach Günzburg, und der Gegner im Finale um das Ticket zur deutschen Endrunde in Berlin kam aus Niederbayern, genauer gesagt vom St.-Michaels-Gymnasium Metten – die Neutralität des Austragungsortes war also definitiv gegeben. Mit im GymEck-Bus saßen erneut zahlreiche Schlachtenbummler, die die Mädchen kräftig anfeuerten. Diese Unterstützung war auch nötig, denn die Anfangsphase der Partie gehörte den Mettenerinnen, die praktisch während der gesamten ersten Hälfte knapp in Führung lagen. Erst unmittelbar vor der Pause wendete sich das Blatt, und das GymEck konnte mit einem 13:11-Vorsprung in die Kabine gehen. Nach dem Seitenwechsel waren es dann die Niederbayerinnen, die sich mühten, den Rückstand zu egalisieren, aber eine äußerst konsequente GymEck-Defensive gestattete ihnen den Ausgleich nicht mehr. Im Gegenteil: Je länger das Spiel andauerte, desto mehr konnte sich das GymEck absetzen, und am Ende stand ein hart erkämpfter, zweifellos aber verdienter und frenetisch bejubelter 31:26-Sieg.

Die Handballerinnen vom GymEck hatten also ihr Ziel erreicht: Sie waren Bayerischer Meister geworden und vertreten nun Anfang Mai den Freistaat beim Bundesfinale in Berlin. Wie sich das Team dort im Kräftemessen mit etlichen „Eliteschulen des Sports“ aus der Affäre gezogen hat, wird an anderer Stelle geschildert.

Für das GymEck spielten Marie Blecken und Sophie Gottschalk im Tor; Laura Breitemeyer, Lena Gerbig, Lara Krois, Amelie Polster, Johanna Rust, Angela Prodana, Ella Gräbner, Paulina Hofmockel, Mariella Grudic, Nicola Mönius und Sonja Neumann als Feldspielerinnen. Betreut wurde das Team von Elena Beck, Michael Kittler und Stefan Mensing.