Lesekisten: Siebtklässler machen Lust auf Bücher

Ausstellung in der Schulbibliothek

Während Deutschland in Anlehnung an die Pisa-Studie über die Lesekompetenz deutscher Schülerinnen und Schüler diskutierte, drängelten sich 29 Kinder aus der fünften Klasse zusammen mit zehn Mädchen und Jungen aus der siebten Klasse in der Schulbibliothek des GymEck um gut zwei Dutzend Schuhkartons. Die 7a hatte sie in der sechsten Klasse mit Naturmaterialien, Legofiguren, Textbausteinen und allerlei Kleinkram passend zu einem selbst gewählten Buch aus der Bibliothek des GymEck kreativ gestaltet, um sich gegenseitig Lektüreempfehlungen zu geben. „Die Kiste sollte interessant aussehen, natürlich zum Buch passen, aber nicht zu viel verraten“, erklärte Franz aus der 7a. Das Bibliotheksteam konzipierte aus den Lesekisten nun eine Ausstellung und die Siebtklässler, die Lust hatten, durften ihre Lesekisten am 9. Oktober den Kindern aus der 5f vorstellen, damit auch diese auf interessante Jugendbücher in der gut ausgestatteten Schulbibliothek aufmerksam werden. Sowohl die siebte als auch die fünfte Klasse hatte regulär Deutschunterricht.

Nachdem die Lesekisten gebührend bestaunt worden waren, wählte jeder Fünftklässler einen Lieblingskarton. Erst dann wurde enthüllt, welches Buch dazugehörte und welcher Siebtklässler davon erzählen und natürlich daraus vorlesen würde. Die Fünftklässler waren gleichermaßen gespannt auf die Vorlesenden wie die Siebtklässler auf die, die sich für ihr Werkstück und das dazugehörige Buch interessierten. Bald herrschte in der Schulbibliothek eine ganz besondere Atmosphäre.

20 Jungs und neun Mädchen aus der fünften Klasse kuschelten sich in Sitzkissen, bestaunten kostbare Kleinigkeiten an den Lesekisten der Großen, lauschten, raunten und lachten, fragten nach und wollten wissen, wie das Buch ausgeht – was sie natürlich nur zuhause beim Lesen ergründen können. Den Siebtklässlerinnen und Siebtklässlern gaben die jüngeren Schülerinnen und Schüler allein durch ihr Zuhören und interessiertes Nachfragen eine große Portion Anerkennung mit.

Wer Bücher liest, kann über sich selbst hinauswachsen – nicht nur in der Pisa-Studie, auch im richtigen Leben.

M. Feldrapp