Als Journalisten mit dem Rainer-Reichert-Preis für Pressefreiheit ausgezeichnet wurden, ging eine besondere Würdigung an die Eckentaler Medienscouts und „die überaus witzige und gekonnte Umsetzung“ deren Rollenspiels „Zensör“, das die Jury „in vielfacher Hinsicht überzeugte“.
Der Rainer-Reichert-Preis, der all jenen Journalistinnen und Journalisten gewidmet ist, die unter schwierigen Bedingungen arbeiten und auch Risiken für eine freie und faire Berichterstattung eingehen, wird vom Bayerischen Journalistenverband vergeben und hatte 2026 erstmals eine Kategorie für Schülerinnen und Schüler. Gedacht hatte man bei der Ausschreibung vor allem an Schülerzeitungen, weshalb der Sonderpreis sehr verdient an die Schülerzeitung der Nürnberger Mittelschule Hummelsteiner Weg ging.

Überrascht wurde die Jury jedoch von den Ideen der Eckentaler Medienscouts unter Leitung von Margita Feldrapp, die jenseits der Kategorien von Print- und Onlinepublikationen im Rollenspiel „Zensör“ interaktiv erfahrbar machten, weshalb eine demokratische Gesellschaft eine freie Medienlandschaft braucht. Dafür gab es prompt eine lobende Erwähnung und das Versprechen, über eine neue Wettbewerbskategorie nachzudenken. Die Jury teilte mit:
„Die überaus witzige und gekonnte Umsetzung überzeugt die Jury – insbesondere das Rollenspiel zum Tag der Pressefreiheit überzeugt in vielfacher Hinsicht. Die Einreichung sprengt mit diesem besonderen Format in positiver Hinsicht den Rahmen des Wettbewerbs und regt die Jury an, über das Erweitern dieser Wettbewerbskategorie nachzudenken.“
Die Eckentaler Medienscouts bedanken sich herzlich für diese Würdigung und fühlen sich sehr geehrt, ihrer Zeit voraus zu sein.
Unser Dank geht aber vielmehr an all jene Journalistinnen und Journalisten, die gewissenhaft, fair und unabhängig Tag für Tag einen guten Job machen – auch in schwierigen Situationen.
Foto: Stefan Gregor / Grafik: Christian Petrovits
