Im vergangenen Schuljahr hat die Klasse 9d an einem eTwinning-Projekt teilgenommen und damit die Gelegenheit genutzt, sich aktiv am europäischen Austausch zu beteiligen. eTwinning ist eine Initiative der Europäischen Kommission, die Schulen aus ganz Europa über eine Online-Plattform miteinander vernetzt. Ziel ist es, gemeinsame pädagogische Projekte zu entwickeln und den interkulturellen Austausch zu fördern. Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren dabei in der Regel in einer Fremdsprache und verbessern so nicht nur ihre sprachlichen, sondern auch ihre interkulturellen Kompetenzen.
Am Projekt beteiligt waren neben dem Gymnasium Eckental zwei weiterführende Schulen aus Rumänien und Schweden. Da die drei Partnerschulen unterschiedliche Muttersprachen haben, verständigten sich die Jugendlichen auf Englisch und Spanisch.
Unter dem Titel „Schools celebrating common ground“ stand das gemeinsame Projekt unter dem Leitgedanken, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der drei Schulen herauszuarbeiten. Die Projektarbeit gliederte sich in drei Phasen: In der ersten Phase setzten sich die Schülerinnen und Schüler aller drei Schulen in Kleingruppen mit verschiedenen Aspekten ihrer eigenen Schule auseinander und bereiteten diese in der jeweiligen Fremdsprache auf. In der zweiten Phase wurden die erarbeiteten Ergebnisse in gemeinsamen Online-Konferenzen den Partnerschulen vorgestellt. In der dritten und letzten Phase waren die Jugendlichen schließlich dazu aufgefordert, aus den unterschiedlichen Aspekten der drei Länder diejenigen auszuwählen, die ihnen am meisten zusprachen – mit dem Ziel, am Ende gemeinsam die „ideale Schule“ zu skizzieren.
Für die Zusammenarbeit stand den Schulen die eTwinning-Plattform mit sicheren digitalen Werkzeugen zur Verfügung, etwa für Videokonferenzen, Diskussionsforen, den Austausch von Dokumenten und das Projektmanagement. Dass dabei nicht immer alles reibungslos verlief, gehörte ebenfalls zur Erfahrung – kleinere technische und organisatorische Hürden mussten gemeinsam gemeistert werden.
Am Ende stand für die Klasse 9d eine wertvolle Erkenntnis: Sie konnten viel mehr leisten, als sie sich selbst zugetraut hätten. Anfängliche Hemmungen, vor anderen – und das noch in einer Fremdsprache – zu sprechen, legten die Schülerinnen und Schüler im Laufe des Projekts weitestgehend ab und gewannen damit nicht nur an sprachlichem Selbstvertrauen, sondern auch an interkultureller Kompetenz.
OStRin Tina Helldörfer
